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Centrum für innovative Medizin - Umbau und Neubau eines biotechnischen Laborgebäudes

Falkenried 88, 20521 Hamburg-Hoheluft

Das Centrum für innovative Medizin - CiM wurde in zwei Bauabschnitten in den Jahren 2001 bis 2004 auf dem Gelände eines ehemaligen Blinden- und Altenwohnheims errichtet. In unmittelbarer Nähe des Universitätskrankenhauses Eppendorf finden verschiedene Live Science Unternehmen - Neugründungen aus dem Bereich der biotechnologischen, medizinischen und pharmazeutischen Forschung, Dienstleistung und Versorgung Platz.

1. Bauabschnitt:

Im ersten Bauabschnitt wurde der achtgeschossige Baukörper und der verbleibende Teil des eingeschossigen Gebäudeteils durch einen Umbau für die jetzigen Nutzungen hergerichtet und um ein Technikgeschoss auf dem Dach erweitert. Auf Grund der geringen Geschosshöhen für die erforderliche Be- und Entlüftung der Laborflächen und ihrer Digistorien wurde ein kreuzungsfreies vertikales Kanalsystem entwickelt.

Mit der Umbaumassnahme erhielt das Gebäude auch eine neue Fassadenhülle durch eine über alle Geschosse gehende Bekleidung als Wärmedämmverbundsystem. 

Die zur Südseite offenen Loggien des Gebäudes wurde durch ein Fassadensystem eingehaust und mit einem Sonnenschutz aus farbigen Markisoletten verbunden. Die Auswahl der Grundfarben Rot, Blau und Gelb, sowie Schwarz und Weiss können je nach Sonneneinstrahlung an eine Komposition des holländischen Malers Piet Mondrian erinnern. Diese Farbkompositionen ändern, je nachdem wie der Sonnenschutz von den Nutzern gebraucht wird, ständig ihr Aussehen.

 

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2. Bauabschnitt:

Der Baukörper des zweiten Bauabschnitts fasst zwei unterschiedliche Bauaufgaben zusammen: Die viergeschossige Tiefgarage mit 330 Stellplätzen und die Gebäude zur Erweiterung des Centrums für innovative Medizin. Zusammen mit dem 1. Bauabschnitt bilden sie einen dreieckigen Innenhof. Auf der Höhe der ersten Tiefgaragenebene liegt der überdachte Wirtschaftshof für Anlieferung und Wirtschaftsverkehr und entlastet auf diese Weise den Innenhof und die Nachbarschaft von nachteiligen Emissionen.

Der zur Südseite geschlossene Baukörper ist als Pfosten Riegelkonstruktion ausgebildet und wird durch drei in die Tiefe gestaffelte Erkervorbauten geteilt, die in den Proportionen die Risalite der Jugendstilwohnhäuser in der Umgebung wiederholen. Die unterschiedlichen Fenstergrößen und Fassadenflächen erinnern an ein grob gepixeltes Bitmap. Der in die Grundstückstiefe angrenzende Querriegel ist als Putzbau auf drei unterschiedliche Fenstergrössen reduziert, die in Anordnung und Rhythmus aus dem Strichcode der DNA weithin geläufig ist.

 

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