Projekte

Dorfstraße

// Neubau einer Wohnungsanlage

Das planerische Konzept sieht für diesen Schenefelder „Dorfbereich“ eine Nachverdichtung mit zentrumsnahem Wohnraum vor.

Zur Umsetzung der Baumaßnahme wird der ehemalige Bauernhof, das Hauptgebäude und zwei Nebengebäude, abgebrochen und einige untergeordnete/nicht zu schützende Bäume gefällt.

Die städtebauliche Anordnung der geplanten Wohnanlage soll die ursprüngliche Nutzung des Ortes als Bauernhof ablesbar halten, den Genius Loci bewahren. Aus diesem Grund bilden drei Gebäude einen Hof um die besonders schützenswerte und raumbestimmende Hängebuche.

Das Hauptgebäude entlang der Dorfstraße bildet den nördlichen-, die beiden weiteren Gebäude den südwestlichen- bzw. südöstlichen Abschluss des Hofes.
Der zentrale Hofbereich ist autofrei. Er bildet den räumlichen und sozialen Mittelpunkt der Wohnanlage. Hier finden alle nachbarlichen Aktivitäten für alle Alters- und Bewohnergruppen statt. Als Nutzung sind hier Sonnen- und Schattenplätze unter der Buche, Spielgeräte, Festveranstaltungen und Boule-/Murmelspiel auf der zentralen Grandfläche gewollt.

Die Erschließung der Wohnanlage erfolgt für das Gebäude 1 (Häuser 1+2) von der Dorfstraße, für das Gebäude 2 (Häuser 3+4) und das Gebäude 3 (Haus 5) von der Straße In de Masch.

Die Tiefgarage erstreckt sich unter die beiden westlichen Gebäude und wird aus der westlichen Grundstücksecke über eine Rampe erschlossen.
Die unterbauten Gebäude sowie die Flächen der Tiefgarage sind alle angehoben um den Grundwasseranstrom für die zu erhaltenen Bäume zu sichern.

Um die Einheitlichkeit der Wohnanlage zu betonen, sind alle Gebäude zweigeschossig mit Dachgeschossen und 30°-Satteldächern geplant. Die Freiräume (Dachterrassen) für die Dachgeschosswohnungen werden in die Satteldächer „eingeschnitten“, um symetrische Giebelansichten zu erhalten. Die Fassadengestaltung der Gebäude, im Erdgeschossbereich Verblendmauerwerk in grauroten Farbtönen, die Obergeschosse, mit gräulicher vertikaler Holzlattenverkleidung soll den ländlich-/dörflichen Charakter des Standorts betonen.

Bauherr:
Behrendt Wohneigentum 19 GmbH


Haustechnik:

Ingenieurbüro OTTO & Partner


Statik:

Ingenieurbüro Abel Gebhart GmbH & Co. KG


Freiraumplanung:

Lichtenstein Landschaftsarchitekten


BGF:

6.925 m² 


Fertigstellung:
2021

Dorfstraße 12-14
In de Masch 21
22869 Schenefeld

Visualisierungen: monokrom hamburg

Habichtstraße

// Umnutzung und Erweiterung eines Hochbunkers zu Mikroapartments

Der Bunker 37 liegt im Hamburger Stadtteil Barmbek-Süd. Auf dem Grundstück Habichtstraße 37 wird der aus den 40er Jahren stammende Bunker umgebaut und um einen Anbau erweitert. Aufgrund des Denkmalschutzes bleibt der Bunker in seinem Zustand weitestgehend erhalten.

Beschriftungen, Technikanlagen und Schleusen werden für die Nutzer erlebbar gemacht. Im Inneren befinden sich in den Obergeschossen 18 Mikroapartments, im Erdgeschoss eine Gewerbeeinheit sowie eine Gewerbeeinheit als Musikraum. Durch den Anbau an der rückwärtigen Fassade entstehen weitere 21 Apartments.

Die Optik der Bunkeraußenflächen bleibt in Ihrem Zustand erhalten.

Moderne Glas- und Putzelemente ergänzen den robusten Bunkercharakter und schaffen einen Kontrast.

Die innere Erschließung erfolgt über die Bestandstreppenhäuser. Ein Fahrstuhl mit Glasausschnitt zur Bunkerinnenwand macht den Bunker auch vertikal erlebbar.

Die schräg geschnittenen Belichtungsschlitze sorgen für einen seitlichen Lichteinfall und visualisieren die 110 cm dicken Außenwände. In den Ausschnitten befinden sich Balkone.

Ein Gemeinschaftsdachgarten schafft zusätzliche grüne Freiflächen für die Bewohner
und verschafft einen weiten Ausblick.

Durch teilvorgefertigte Bäder wird selbst im Bestandsbau und Denkmalschutz ein hoher Grad an Vorfertigung erreicht.

Bauherr:

Projekt Bunker 37 GmbH


Haustechnik:

Ingenieurbüro Sommer


Statik:

Ingenieurbüro Abel & Gebhart (Neubau)
Ingenieurbüro Kramer Albrecht (Altbau)


BGF:

3.000 m²


Fertigstellung:
2021

Habichtstraße 37
22305 Hamburg

Visualisierungen: Designhaus Medy

Schleswiger Damm

// Neubau eines Wohngebäudes mit 73 Wohneinheiten

Das Grundstück in Schnelsen liegt an der nordöstlichen Kreuzung des Schleswiger Damms und Grothwisch.

Der Schleswiger Damm ist im Bereich des Grundstücks verkehrsberuhigt, der Hauptverkehr wird vom südlichen Bereich des Schleswiger Damms in die Marek-James-Straße geführt. Gegenüber des Grundstücks befindet sich ein städtischer Platz mit Einrichtungen der Nahversorgung, wie z. B. Bäckerei, Supermarkt, Kindergärten und einem Restaurant. Es schließt sich der Roman-Zeller-Platz an, an dem sich die Haltestelle Burgwedel der AKN und Bushaltestellen befinden.

Die Gebäudekubatur staffelt sich von Süden (fünf Geschosse + Staffelgeschoss) nach Norden (drei Geschosse) hin ab. Geplant ist eine Wohnanlage mit 73 Wohneinheiten. Dabei ist ein Wohnungsmix aus Zwei-, Drei- und Vierzimmerwohnungen vorgesehen. Alle Wohnungen erhalten Terrassen oder Balkone. Die Fassaden werden straßen- und hofseitig in rotem Klinkermauerwerk erstellt. Die straßenseitig eingerückte Fassade des obersten Staffelgeschosses soll aus konstruktiven Gründen ein hellgetöntes Wärmedämmverbundsystem erhalten, ähnlich der Nachbarbebauung.

Die Haupterschließung der Wohnungen erfolgt über einen Fußgängerdurchgang im Gebäude vom Schleswiger Damm aus in den Innenhof der Wohnanlage. Ein weiterer Zugang befindet sich im Norden für den dreigeschossigen Baukörper vom Grothwisch. Alle Treppenhäuser erhalten eine Aufzugsanlage, sodass alle Wohnungen schwellenfrei zu erreichen sind. 16 Wohnungen sind barrierefrei geplant. Ein Drittel der geschaffenen Wohnfläche ist als sozial geförderter Wohnungsbau geplant. Im Kellergeschoss ist eine Tiefgarage mit 40 Kfz-Stellplätzen, im begrünten Innenhof der Wohnanlage ein großzügiger Kinderspielplatz vorgesehen.

Bauherr:

Bonava Wohnbau GmbH


Haustechnik:

Bonava Wohnbau GmbH


Statik:

Bonava Wohnbau GmbH


BGF:

6.580 m²


Fertigstellung:
voraussichtlich 2020


KfW 55 Standard

Schleswiger Damm
Grothwisch 2-4
22457 Hamburg

Visualisierung: Bonava Deutschland GmbH

Isebekstraße

// Neubau einer Wohnanlage

Die Planung sieht die Errichtung einer neuen dreigeschossigen Wohnanlage mit Staffelgeschoss der Gebäudeklasse 4 vor.

Die neue Wohnanlage erstreckt sich im Hofinnern fast über die volle Grundstückslänge und ist gegliedert in einen kompakten dreigeschossigen Baukörper (Haus 1), der als Grenzbebauung an die benachbarte dreigeschossige Bebauung anschließt, und einen längeren viergeschossigen Baukörper (Haus 2), der sich zum nordwestlich benachbarten Flurstück 2311 hin auf zwei Geschosse abtreppt.

Haus 1 wird über ein notwendiges Treppenhaus erschlossen und ist als Zweispänner mit 6 Wohneinheiten organisiert.

Die 15 Maisonettewohnungen des viergeschossigen Gebäudes sind direkt aus dem Erdgeschoss sowie über einen Laubengang im 3. Obergeschoss zugänglich. Vier weitere Wohnungen werden barrierefrei über ein notwendiges Treppenhaus mit einem rollstuhlgerechten Aufzug erschlossen.

Unterhalb der Erdgleiche sind eine Tiefgarage mit zwanzig Stellplätzen, die Räume für Hausanschlüsse, Haustechnik und Nebenanlagen sowie die den Wohnungen zugeordneten Abstellräume vorgesehen.

Insgesamt entstehen auf diese Weise 25 neue Wohnungen mit Wohnflächen zwischen 62 m² und 102 m²  6 Wohneinheiten sind barrierefrei zugänglich.

Bauherr:

Behrendt Wohnungsbau KG
(GmbH & Co)


Fertigstellung:

2020

Isebekstraße 27 a
22769 Hamburg

Visualisierung: Behrendt Wohnungsbau

Wasserstieg

// Umbau und Erweiterung eines Hochbunkers als Wohngebäude „Skylofts Hamburg“

Das ehemalige Schutzbauwerk liegt im Hamburger Bezirk Wandsbek zwischen den Straßen Wasserstieg und Nebendahlstraße. Alliierte Bomber zerstörten im Jahr 1943 den Bezirk Wandsbek großflächig, sodass typische Nachkriegsbauten der 50er Jahre das Stadtbild hier dominieren. Der Luftschutzbunker – in den Jahren 1941/42 errichtet – bot ca. 1.107 Schutzplätze auf sieben Ebenen. Die Außenwände des Bunkers sind ca. 1,10 m mächtig, das Dach hatte eine Stärke von 1,40 m.

Der Luftschutzbunker ist zu einem Wohngebäude umgenutzt worden. Um eine Wohnnutzung zu ermöglichen und den Anforderungen des Brand- und Schallschutzes sowie dem Nutzen entsprechender Belichtung für den mehrgeschossigen Wohnungsbau zu entsprechen, musste umfangreich in die Bausubstanz eingegriffen werden. Für die Belichtung sowie die Neueinteilung der Geschosse wurden die zwei Bunkerwände zu den Straßenseiten, das Dach sowie das Bunkerinnere komplett entfernt. 

Die Neueinteilung der Geschosse ergibt sieben Wohnebenen und ein zusätzliches Staffelgeschoss mit insgesamt 19 individuell gestalteten Wohneinheiten.

Der ursprüngliche Bunkerbau ist an den seitlichen – erhalten gebliebenen Wänden - sichtbar. Im Kontrast dazu stehen die Füllungen der abgebrochenen Bunkerwände mit großzügigen Fensterelementen und die farbig verglasten Balkone. Auch im Bunkerinneren blieben Spuren der ehemaligen Nutzung erhalten.
Das benachbarte Grundstück wurde mit einem abgestaffelten Neubau bebaut, welcher über Öffnungen mit dem Bunker verbunden ist und die Wohnungen vergrößert. Im Erdgeschoss befindet sich unter dem Neubau ein öffentlicher Durchgang und die Zufahrt zur Garage.

Bauherr:
Hamburg Estate GmbH


Haustechnik:

Ingenieurbüro Nollmann


Statik:
Ingenieurgemeinschaft Puszies


BGF:

3.080 m²


Fertigstellung:
2018

Wasserstieg 11/Nebendahlstraße 22
22041 Hamburg

Visualisierungen: moka-studio

Bahrenfelder Straße

// Erweiterung und Aufstockung eines Wohn- und Gewerbegebäudes

Die Wohn- und Gewerbegebäude in der Bahrenfelder Straße 229-233 liegen im Hamburger Stadtteil Ottensen. Typologisch handelt es sich bei den zwei 1872 errichteten Gebäuden um dreitürige, nicht unterkellerte Sahlhäuser. Das Erdgeschoss wurde später in Läden mit großflächigen Schaufensterfronten umgenutzt.
Die neuen Baumaßnahmen, Erweiterung der erdgeschossigen Ladenzone und die Aufstockung des Gebäudes, sollten auch das äußere Erscheinungsbild der Gebäude, das in der Vergangenheit unter den vielen verändernden Eingriffen gelitten hat, durch eine einheitliche Gestaltung, die das Nebeneinander von Altem und Neuem bewusst erkennen lässt, aufwerten. Hierfür wurden beim Bestandsbau die typischen Strukturelemente als Gegenstand der Geschichte wieder herausgearbeitet, während die neu hinzugefügten Bauteile dazu in Dialog treten. Dabei wird nicht dem Trend zum modischen Schick gefolgt, sondern durch Zurückhaltung an die einfachen Verhältnisse erinnert.
Im Einzelnen erfolgte die Ausschuhung der erdgeschossigen Ladenzone mit Dachbegrünung und Abstellhäusern für die Nutzung der darüber liegenden Wohnungen, die Schaffung von zusätzlichen vier Maisonettewohnungen im 3. Ober- und im Dachgeschoss und der Anbau von Balkonen für die Bestandswohnungen.

Bauherr:
Privat

Statik:
Ingenieurbüro Dultz, Hamburg

Nutzfläche:
1.077 m²


Fertigstellung:
2016

Bahrenfelder Straße 229-233
22765 Hamburg

Fotos: AG horizont
Visualisierungen: Viktoria Heymann

Mumsenstraße

// Aufstockung um ein Vollgeschoss

Das vorhandene viergeschossige Wohnhaus – Anfang der 70er Jahre des 20. Jahrhunderts erbaut  wurde um ein Vollgeschoss aufgestockt.
Der Bestandsbau ist in monolithischer Bauweise mit Rotklinkerfassade erstellt. Alle tragenden Teile der Aufstockung wie Decke, Außenwände, Dach und Wohnungstrennwände sind in Holzbauweise ausgeführt, die Raumtrennwände sind in Trockenbauweise erstellt. Es sind drei neue Wohneinheiten mit jeweils ca. 60 m² Wohnfläche entstanden.

Um die kubische Wirkung des Aufbaus zu unterstreichen, kragt die Aufstockung zur Straßenseite über den Bestand aus. Die großen Westbalkone werden von den hellgrauen Fassadenplatten seitlich und von oben eingerahmt.

Bauherr:

Harald und Matthias Geist GbR


Statik:

Ingenieurbüro Dultz, Hamburg


Generalunternehmer:

Kistner Baugesellschaft GmbH


BGF:

228 m²


Fertigstellung:
2016

Mumsenstraße 16
22767 Hamburg

Fotos: AG horizont

Rosenstraße

// Neubau einer Wohnanlage „Topfhof“

Die Rosenstraße liegt in der Husumer Altstadt unweit vom städtischen Hafen. Der Neubau besteht aus zwei unabhängigen zweigeschossigen Gebäuden in Massivbauweise mit jeweils einem Staffelgeschoss in Holzständerbauweise. Das an der Rosenstraße gelegene Gebäude schließt entlang der Straßenflucht die gesamte Baulücke, während das hintere Gebäude auf dem Grundstück freistehend platziert ist. In den Gebäuden befinden sich jeweils 5 Eigentumswohnungen.

Durch den natürlichen Geländeverlauf von der Rosenstraße zur nördlichen Grundstücksgrenze, mit einem Höhenunterschied von ca. 2,10 m, liegt das Untergeschoss an der Rosenstraße mit den Garagenstellplätzen mit der Straße beinahe niveaugleich, während das Untergeschoss von Haus 2 vollständig unter dem Geländeniveau liegt. Die Zugänge zu den Häusern im Erdgeschoss mit ihren vorgelagerten Terrassen, den Gemeinschaftsflächen und dem Kleinkinderspielplatz sind über einen Treppengang von der Rosenstraße aus zugänglich, sowie schwellenfrei vom nordöstlich angrenzenden öffentlichen Parkplatz der Stadt Husum zu erreichen.

Bauherr:

Topfhof Bauträgergesellschaft mbH, Husum


Haustechnik:

Ingenieurbüro Busch


Statik:

Ingenieurbüro Nielsen
Ingenieurbüro Thies und Bremser


BGF:

1.390 m²


Fertigstellung:
2016

Rosenstraße 21
25813 Husum

Fotos: AG horizont

Spritzenplatz

// Neubau Wohn- und Gewerbehof „Fette Höfe“

Das Projekt „Fette Höfe“ umfasst modernisierte und neu errichtete Baukörper, die sich in zentraler Lage am Spritzenplatz in Hamburg Ottensen auf dem knapp 3.000 m² großen Grundstück der ehemaligen Produktionsstätte der Firma Wilhelm Fette gruppieren. Insgesamt wurden 24 Wohn- und 13 Gewerbeeinheiten, sowie eine Tiefgarage mit 49 Stellplätzen geschaffen.

Eine besondere innerstädtische Qualität sind die intensiv begrünten Dächer auf den abgestaffelten Neubauten zur Nutzung für die Wohnungen.

Besonders prägnant ist das 1898 als Bankgebäude errichtete Bestandsgebäude am Spritzenplatz. Dieses wurde um ein Dachgeschoss erweitert und erschließungstechnisch mit dem Neubau der Baulücke verbunden.

Das Fassadenmaterial vom Neubau am Spritzenplatz (Alucobond) steht bewusst im Kontrast zu der repräsentativen Fassade des Bankgebäudes.

Die Neubebauung im Innenhof formt als durchlaufender dunkler Klinkerbau das ehemalige Produktionsgebäude der Firma Fette nach. Dieses wird durch quer gestellte aufgesattelte Neubauten, ebenfalls mit Alucobondfassade, gekreuzt und führt so zu unterschiedlichen Hofbildungen. Den südlichen Abschluss des Hofes bildet als vierter Baukörper der ebenfalls 1898 erbaute ehemalige Speicher, welcher nach seiner Sanierung gewerblich genutzt wird.
Die bewusste Mischung aus Gewerbe und Wohnen mit den urbanen Dachgärten bildet im besonderem Maße die innerstädtische Situation in Ottensen ab.

Bauherr:

OMI Projektgesellschaft Ottensener Mitte GmbH & Co. KG


Haustechnik:

Klimahaus GmbH


Statik:

Ingenieurbüro
Ohlhaber, Schaefer, Jahn


Bauleitung:

KKP Architekten + Ingenieure


Freiraumplanung:

Wiggenhorn & van den Hövel


BGF:

6.268 m²


Fertigstellung:
2014

Spritzenplatz 5-10
22765 Hamburg

Fotos: Carsten Brügmann
Visualisierungen: dreidesign

Kastanienhof

// Neubau eines Wohn- und Gewerbehofes

Die Grundstücke des Kastanienhofs liegen im Herzen des Hamburger Stadtteils Ottensen und teilen dessen über siebenhundertjährige Geschichte vom Dorf zur Industriestadt und zum innerstädtischen Sanierungsgebiet. Ein Wohnhaus mit Tordurchfahrt, ein Fabrikgebäude im Hof, eine kleine Fahrzeughalle, zwei sehr schmale Baulücken und zwei nicht mehr bewohnbare Häuser gehören zu dem Ensemble, welches in zwei Bauabschnitten von 2000-2003 und 2009-2010 modernisiert wurde. Das Grundstück wird durch eine über hundert Jahre alte Kastanie beherrscht, die dem ganzen Projekt den Namen gegeben hat.

Für die architektonische Gestaltung der Gebäude und der Hofflächen galt der Grundsatz, dass die auf dem Grundstück vorhandene Bausubstanz als alte Bausubstanz sichtbar und erlebbar gemacht wird und die neuen Ausbauten der Erweiterungsbauten bewusst zu den alten Teilen in Kontrast gesetzt sind.


Maßnahmen 2000-2003:

1. Umbau und Umnutzung der Fahrzeughalle Kleine Rainstraße 44

2. Umbau und Modernisierung des Gebäudes Große Rainstraße 13 in Verbindung mit der Errichtung eines neuen BHKW

3. Umgestaltung der Hofflächen und Verlegen der Versorgungsleitungen

4. Umbau, Modernisierung und Erweiterung des Hofgebäudes

5. Schließung der Baulücke Kleine Rainstraße 38 für den Dachgeschossausbau Kleine Rainstraße 40-42


Maßnahmen 2009-2010:

6. Schließung der Baulücken Große Rainstraße 13 + 17 durch mehrgeschossige Gebäude mit Gewerbe- und Wohnnutzung

Bauherr:
Privat


Haustechnik:

U. Lindemann GmbH


Statik:

Ingenieurbüro
Werner + Wormuth & Partner

Dr.-Ing. Joachim Baseler,
Beratender Bauingenieur


BGF:

3.080 m²


Fertigstellung:

1. Bauabschnitt: 2003
2. Bauabschnitt: 2010

Kleine Rainstraße 44
Große Rainstraße 13 + 17
22765 Hamburg

Fotos: Carsten Brügmann

Schillerstraße

// Neubau eines Wohngebäudes

Das Grundstück Schillerstraße 21 liegt im Stadtteil Altona-Altstadt im Petrikirchenviertel. Die ursprüngliche, aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammende Bebauung des Grundstücks Schillerstraße 21 wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und später mit einem eingeschossigem Pavillon bebaut.

Der Neubau des Wohngebäudes Schillerstraße 21 stellt die städtebauliche Vorkriegssituation an der Kreuzung Schillerstraße/Schmarjestraße mit einer
geschlossenen Blockrandbebauung wieder her. Der viergeschossige Baukörper mit 13 Mieteinheiten ist in 3 Zonen geteilt: Eine zurückgesetzte Sockelzone, die dreigeschossige Hauptzone und ein die Ecksituation betonendes Dachgeschoss.

Die zurückgesetzte Sockelzone mit einem grau gebrannten dänischen Klinker und die in beigen Klinker verkleideten auskragenden Obergeschosse lassen den kubischen Baukörper über dem Platz schweben. Loggien und anthrazitfarbene Fenster – in Höhen und Breiten identisch – bewirken eine gleichmäßige horizontale und vertikale Bänderung der Fassade, die Ruhe und Klarheit ausstrahlt.

Eine großzügige Grundrissgestaltung mit offenen Küchen geben den Zwei-, Drei- und Fünfzimmerwohnungen einen Loftcharakter.

Bauherr:

Potenberg Grundstücksverwaltung GmbH & Co. KG


Haustechnik:

Ingenieurbüro Otto


Statik:

Ingenieurbüro Nielsen


BGF:

1.730 m²


Fertigstellung:
2008

Schillerstraße 21
22767 Hamburg

Fotos: Franz Wintschnig, Franklin Hollander

Missundestraße

// Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses

Das Baugrundstück Missundestraße 50/Langenfelder Straße 78 liegt
im Stadtteil Altona-Nord an der Südseite des Alsenplatzes. Hauptaufgabe der
vorliegenden Planung ist es, Narben zu heilen, die Krieg und noch mehr
Wiederaufbau am Alsenplatz gerissen haben. Was die Bebauung hier leisten kann
und soll, ist, in dem kleinen Bereich am westlichen Rand des Alsenplatzes einen
architektonischen Akzent zu setzen. Das geplante Gebäude soll nicht nur die
Baulücke zwischen den beiden Straßenzügen Missundestraße und Langenfelder
Straße schließen, sondern auch eine demonstrative Wirkung in den Straßenraum
hinein entfalten. Gleichzeitig soll das Gebäude die Innenräume gegen den Lärm
abschirmen, den der starke Verkehr auf der Alsenstraße mit sich bringt.

Diese beiden Funktionen – Demonstration nach außen, Schutz nach
innen – reflektiert die architektonische Gestaltung mit ihrem schildartig zur
Straße hin geschlossenen, in zwei Ebenen gestaffeltem Giebel. Dieser Giebel
ist die Antwort auf die Herausforderung, den beiden gründerzeitlich geprägten
Straßenfronten der Missundestraße und der Langenfelder Straße an der Stelle
ihres Zusammentreffens mit den Mitteln heutiger Architektursprache ein neues
Gesicht zu geben.

Die Fläche der Giebelwand ist nur für die Öffnungen zur Erschließung und zur Belichtung und Belüftung der Eingangsbereiche der Wohnungen durchbrochen. Die Reduktion auf kleine, scheinbar willkürlich gesetzte Fensteröffnungen spiegeln das Innenleben des Gebäudes wider. Insbesondere des Nachts, wenn sie von innen – in je nach Benutzung der dahinter liegenden Räume immer wechselnden Verhältnissen – beleuchtet sind (oder nicht), bieten sie dem Betrachter durch Nachbildung identifizierbarer Sternenbilder ein immer wieder anderes Bild.

In einem Umfeld indifferenter Öffentlichkeit entsteht so eine Architektur, die Gebrauch und Sinnlichkeit vermittelt. Der als eigenständiges, skulpturales Element vor den Giebel gestellte Aufzugsturm unterstreicht diese Gestaltungsabsicht.

Die Grundrisskonzeption in Verbindung mit der Anlage des Gebäudes als Zweispänner stellt sicher, dass auch die Wohnungen, deren Hauptausrichtung nach Nordosten liegt, über den Hof für einige Stunden am Tag auch Südsonne erhalten, während andererseits die zur Alsenstraße nach Südwesten ausgerichteten Wohnungen zum Hof hin eine ruhige Seite haben. Die Grundrissgestaltung der Wohnungen verfolgt die Absicht, möglichst wenige Festlegungen im Vorhinein zu treffen und den künftigen Nutzern für spätere Entscheidungen möglichst viel Gestaltungsfreiraum zu lassen.

Bauherr:

Potenberg Dienstleistungsgesellschaft für Haus und Grundbesitz mbH


Haustechnik:

Ingenieurbüro Lindemann GmbH


Statik:

Ingenieurbüro
Werner + Wormuth & Partner


Generalunternehmer:

Kistner Baugesellschaft GmbH


BGF:

1.485 m²


Fertigstellung:
2006

Missundestraße 50
22769 Hamburg

Fotos: Jochen Stüber, Wolfgang Zlodej

Schmarjestraße

// Umbau und Modernisierung eines Wohn- und Geschäftshauses

Das Gebäude wurde im Jahre 1929 als Stahlbetonskelettbau errichtet und gliedert sich in ein viergeschossiges Vorderhaus und in ein orthogonal angesetztes dreigeschossiges Hofgebäude.

Im Erdgeschoss befand sich eine über die gesamte Grundstücksfläche überdeckte Autowerkstatt mit angeschlossener Tankstelle in der Hofdurchfahrt.

Neben der Instandsetzung der gesamten Stahlbetonkonstruktion im Torkretverfahren wurde der eingeschossige Teil abgebrochen, um einen offenen Hof und eine zusammenhängende Außenanlage zu schaffen. Konstruktiv und gestalterisch lehnt sich die Renovierung und Instandsetzung der Wohnanlage an die stilistischen Vorgaben der ursprünglichen Planung des Architekten Neugebauer aus dem Jahre 1929 an: Der Verzicht auf jegliches dekoratives Element der klassischen Moderne der 30er Jahre soll auch weiterhin an der Fassade ablesbar sein. Das Gebäude mit seinen 23 Wohneinheiten wurde um ein Staffelgeschoss und durch Balkonanbauten erweitert.

Die Neugestaltung des Hauses wurde durch die Deutsche Energieagentur als Modellvorhaben "Niedrigenergiehaus im Bestand" begleitet und durch diese Maßnahme eine Primärenergieeinsparung von 73,3 % erreicht.

Besonderheit:

Ein Projekt im Rahmen des Modellvorhabens: Niedrigenergiehaus im Bestand der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena).

Bauherr:
Potenberg Grundstücksverwaltung GmbH & Co. KG


Haustechnik:

Ingenieurbüro Otto


Tragwerksplaner:

Ingenieurbüro Nielsen


BGF:

2.312 m²


Fertigstellung:

2006


Würdigung:

Architekturpreis 2008

Zukunft im Bestand


Auslober:

BDA

Initiative Arbeit und Klimaschutz

Hamburg Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

Schmarjestraße 40-42
Hamburg-Altona

Fotos: AG horizont, Jochen Stüber, Alois Kiefer

Branthshof

// Neubau Gewerbegebäude „Branthshof“

Der Branthshof in der Erdmannstraße 10-12 liegt im Hamburger Stadtteil Ottensen. Die beengten Grundstücksverhältnisse in Ottensen veranlassten die Farbenfabrik Branth – Namensgeber der Anlage – ihre Produktion zu verlagern. Mit dem Neubau soll der Straßenzug, der durch das seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ansässige Gewerbe und durch die in den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts ohne Gestaltungsanspruch errichteten Mietwohnungen geprägt ist, städtebaulich und architektonisch aufgewertet werden.

Zur Ausnutzung des maximal zulässigen Bauvolumens wurde die Baumasse an den Grundstücksrand gerückt und um einen Innenhof, der sich zum Nachbargrundstück hin öffnet, angeordnet. Der Innenhof – in den Obergeschossen die Laubengänge – ist das kommunikative Zentrum des Gewerbehofs.

Das Gebäude ist als Loftgebäude für circa 20 Nutzungseinheiten konzipiert. Die Konstruktion des Gebäudes als Stahlbetonskelettbau ermöglicht ebenso größere zusammenhängende Nutzungseinheiten. Über einen Aufzug und die Laubengänge sind alle Einheiten barrierefrei zu erreichen. Die Geschosse an der Erdmannstraße staffeln sich wie Terrassenhäuser um den Innenhof, so verfügt ein Teil der Büros über den Luxus von begrünten Dachterrassen. Im Keller befinden sich eine Tiefgarage und zusätzliche Lager- und Aktivräume für die Mieter.

Besonderheiten:

  • 80 m tiefe Erdsonden mit Wärmepumpe zur Nutzung der Erdwärme
  • Gründächer zur Verbesserung des Mikroklimas/der Regenrückhaltung
  • Auszeichnung BDA-Preis 2005
  • Architektur in Hamburg, Jahrbuch 2005, S. 74-77

Bauherr:

ICE Immobilien Projekte GmbH, Hamburg


Haustechnik:

Ingenieurbüro Lindemann GmbH in Abstimmung mit der dena


Statik:

Ingenieurbüro Werner + Wormuth & Partner


BGF:

3.080 m², Nutzfläche 2.628 m²


Fertigstellung:
2004

Erdmannstraße 10-12
22765 Hamburg

Fotos: Aloys Kiefer

CiM – Centrum für innovative Medizin

// Umbau und Neubau eines biotechnischen Laborgebäudes

Das Centrum für innovative Medizin (CiM) wurde in zwei Bauabschnitten in den Jahren 2001 bis 2004 auf dem Gelände eines ehemaligen Blinden- und Altenwohnheims errichtet.

In unmittelbarer Nähe des Universitätskrankenhauses Eppendorf finden verschiedene Life-Science-Unternehmen – Neugründungen aus dem Bereich der biotechnologischen, medizinischen und pharmazeutischen Forschung, Dienstleistung und Versorgung – Platz.

Im 1. Bauabschnitt wurde der achtgeschossige Bestandsbau und der verbleibende Teil des eingeschossigen Gebäudeteils durch einen Umbau für die jetzigen Nutzungen hergerichtet und um ein Technikgeschoss auf dem Dach erweitert. Aufgrund der geringen Geschosshöhen für die erforderliche Be- und Entlüftung der Laborflächen und ihrer Digestorien wurde ein kreuzungsfreies vertikales Kanalsystem entwickelt.

Mit der Umbaumaßnahme erhielt das Gebäude ebenfalls eine neue Fassadenhülle durch eine über alle Geschosse gehende Bekleidung als Wärmedämmverbundsystem.

Die zur Südseite offenen Loggien des Gebäudes wurden durch ein Fassadensystem eingehaust und mit einem Sonnenschutz – als sichtbares neues Zeichen  aus farbigen Markisoletten verbunden. Die Auswahl der Grundfarben Rot, Blau und Gelb, sowie Schwarz und Weiß lassen, je nach Sonneneinstrahlung, eine Komposition des holländischen Malers Piet Mondrian erkennen. Diese Farbkompositionen ändern, je nachdem wie der Sonnenschutz von den Nutzern gebraucht wird, ständig ihr Aussehen.

Der Baukörper des 2. Bauabschnitts fasst zwei unterschiedliche Bauaufgaben zusammen: Die viergeschossige Tiefgarage mit 330 Stellplätzen und die Gebäude zur Erweiterung des Centrums für innovative Medizin. Zusammen mit dem 1. Bauabschnitt bilden sie einen dreieckigen Innenhof. Auf der Höhe der 1. Tiefgaragenebene liegt der überdachte Wirtschaftshof für Anlieferung und Wirtschaftsverkehr und entlastet auf diese Weise den Innenhof und die Nachbarschaft von nachteiligen Emissionen.

Die Straßenfassade zum Falkenried ist als Pfosten-Riegelkonstruktion ausgebildet und wird durch drei in die Tiefe gestaffelte Erkervorbauten geteilt, die in den Proportionen die Risalite der Jugendstilwohnhäuser in der Umgebung wiederholen. Die unterschiedlichen Fenstergrößen und Fassadenflächen erinnern an ein grob gepixeltes Bitmap der ehemaligen Parkanlage auf dem Gelände. Die ursprünglich vorgesehenen Grüntöne wurden in der Bauphase den Farben des Hauptnutzers angepasst.

Der in die Grundstückstiefe angrenzende Querriegel ist als Putzbau auf drei unterschiedliche Fenstergrößen reduziert, die in Anordnung und Rhythmus aus dem Strichcode der DNA weithin geläufig ist.

Bauherr:

Grundstücksgesellschaft CiM mbH & Co. KG


Tragwerksplaner:

Koerting Ingenieure


Haustechnik:

Winter Ingenieure


Fertigstellung:

1.  Bauabschnitt:
BGF: 7.000 m², Fertigstellung 2001
2. Bauabschnitt:
BGF: 12.000 m², Fertigstellung 2004

Falkenried 88
20251 Hamburg

Fotos: Wolfgang Zlodej, AG horizont,
euroland Projektentwicklung

Bleickenallee

// Ausbau eines Dachgeschosses

Das Dachgeschoss des 1897 errichteten Mehrfamilienhauses in Hamburg-Ottensen wurde zu einer ca. 130 m² großen Wohnung ausgebaut.

Zur Belichtung der Gebäudemitte und für die Zugänglichkeit der geplanten Dachterrasse als Freisitz auf dem Dach, wurde eine zum unteren Geschoss hin offene Galerie als „Laterne“ für die Nutzung als Lesezimmer und Bibliothek in die Dachkonstruktion eingeschnitten. Der Grundriss der Küche und des Wohnbereiches ist zueinander offen, nur der Schlafbereich und die Nasszelle sind abgetrennt. Die gewellte Flurwand versteckt Garderobe, Heizung und Badezimmer.

Bauherr:
Privat


Statik:

W. Moritz


Nutzfläche:

ca. 130 m²


Fertigstellung:
1996

Bleickenallee 10
22763 Hamburg

Fotos: Ferdinand Graf Luckner